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26.04.2014, 10:33 Uhr | Übersicht | Drucken
Informationsveranstaltung „Einbruchsprävention“ der CDU Ormesheim

Nachbericht zum Infoabend -  mit vielen nützlichen Tipps zur Einbruchsprävention aus dem Vortrag


Beim Informationsabend der CDU Ormesheim zum Thema „Einbruchsprävention – so schütze ich mein Haus“ erhielten unsere Besucher im voll besetzten Saal des Dorfgemeinschaftshauses viele interessante Informationen durch unseren Referenten, Kriminaloberkommissar Rainer Roth vom Landespolizeipräsidium.

Zunächst begrüßten unser Vorsitzender Jan Steinmetz sowie die Ortsvorsteherkandidatin der Ormesheimer CDU, Elisabeth Theis, die Gäste, und Landratskandidat Peter Nagel wies in seinem Grußwort auf die Bedeutung des Themas Kriminalprävention in der Region hin, und auf die schwierige Lage durch den Versuch, auch nach der Polizeireform eine entsprechende Präsenz vor Ort zu wahren.

Im Folgenden die wichtigsten Tipps und Hinweise von Herrn Roth, so dass auch Sie sich schützen können:

Die Beratung der Dienststelle „Kriminalprävention und Opferschutz“ des Landespolizeipräsidiums führt ihre Beratungen auch vor Ort im Haus des Bürgers durch. Sollte Interesse daran bestehen, können Sie die Dienststelle unter 0681-962-0 oder im Internet unter www.saarland.de/polizei. htm erreichen. Allerdings kann es zu Wartezeiten kommen, bis der Beratungstermin dann stattfindet.

Die Polizei ist laut Kriminaloberkommissar Roth insbesondere gut informiert, wann, wo und wie die Täter vorgehen. „Sicher ist ein relativer Begriff- wenn genug Zeit und Lärm möglich ist, geht alles, und wenn die Wand eingeschlagen wird“, betonte er jedoch.

In der überwiegenden Mehrzahl aller Fälle jedoch wird nur einfaches Werkzeug von den Tätern mitgeführt, wie Schraubenzieher oder Brecheisen, und die Täter wollen leise und schnell vorgehen.

Am gefährdetsten für Einbrüche sind ebenerdige, schwer einsehbare Fenster.  In den meisten Fällen werden leere Häuser ausgewählt, die Betroffenen sind Zufallsopfer. Auch findet nicht wie z. B. bei Banküberfällen, ein langes Auskundschaften über Tage  hinweg statt. Es wird vielmehr auf drei einfache Kriterien geachtet:

1.       Ist niemand zu Hause? (dies wird oftmals durch Klingeln getestet)

2.       Sieht niemand zu bzw. kann man den Ort schlecht einsehen?

3.       Geht es einfach, schnell und leise? (meist geben die Täter nach 3-4 Minuten auf, wenn sie keine Fortschritte erzielen)

Die Einbrecher wissen - bis auf Ausnahmefälle, in denen z.B. ein Luxusauto vor dem Haus steht – auch nicht, was es in dem Haus zu holen ist.
Es ergibt sich jedoch auch für Personen, die kaum Bargeld und/oder Wertsachen im Haus haben immer ein nicht unbedeutender ideeller und psychologischer Schaden, nicht nur ein materieller, da hier jemand Unbefugtes in den höchstpersönlichen Intimbereich des Opfers eindringt, Dinge durchwühlt usw.

Es gibt drei große Tätergruppen:

·         Banden, die überregional agieren

·         Personen oder Banden aus dem grenznahen Bereich, die die Grenze für eine schnelle Flucht nutzen

·         Personen aus umliegenden Orten (meist Amateure)

Herr Roth zeigte am Beispiel, wie leicht sich ein Fensterrahmen mit dem entsprechenden Druck aufhebeln lässt (innerhalb von etwa 30-40 Sekunden). Dies kann durch einbruchshemmende Fensterbeschläge verhindert werden, die beim Einbau neuer Fenster beachtet werden können.

Ein Einschlagen der Scheibe erfolgt aufgrund des Lärms und der großen Verletzungsgefahr hingegen eher selten.

Auch bestehende Fenster können nachgerüstet werden, durch Sicherungen zum Abschließen. Diese werden innen am Fenster oder innerhalb des Rahmens angebracht.
 

 

Beim Kauf neuer Fenster sollte immer darauf geachtet werden, dass diese entsprechende Vorgaben erfüllen.

Ein weiterer Schwachpunktsind oftmals Kellertüren. Diese sollten die gleichen Standards erfüllen wie Haustüren, mindestens Widerstandsklasse 2, werden jedoch oft eher vernachlässigt.  Haustüren werden selten ausgewählt für einen Einbruch, da sie meist zu gut von der Straße aus einsehbar sind.

Sollte einmal doch ein Einbruch geschehen, während man im Haus ist oder nach Hause kommt, sollte man den Täter nicht aufhalten, da dieser zwar meist nicht angreift, sondern flüchten will, jedoch möglicherweise versehentlich jemanden verletzt, indem er sich den Fluchtweg freimachen will. Stattdessen sollte man versuchen, sich möglichst viele Details zum Täter zu merken (Kleidung, Größe,…) und dann die 110 anzurufen.

Die meisten Einbrüche finden zwischen Oktober und Februar statt, da es dann so früh dunkel ist, dass die Leute noch auf der Arbeit sind.
Hier hilft Licht zur Abschreckung, z.B. ein Bewegungsmelder mit hellem Licht wie LED oder Halogen, oder auch eine Permanentbeleuchtung, die einen Lichtgürtel um das Haus herum schafft.

Eine weitere bedeutende Zeit für Einbrüche ist vormittags zwischen 10 und 12 Uhr, da hier die meisten Personen auf der Arbeit oder in der Schule sind.
Die Haustür sollte, wenn man das Haus verlässt, immer ordentlich verschlossen sein, nicht nur zugezogen.

Wichtig ist auch immer fachgerechte Montage der entsprechenden Sicherungen. Beim Landespolizeipräsidium kann eine Liste von Firmen, die eine entsprechende Fortbildung nachweisen, angefordert werden. Jedoch kann ein Meisterbetrieb die fachgerechte Montage immer besser ausführen, als man es selber kann, dies sollte man als Grundregel beachten. Auch sollte auf zertifizierte Schlösser usw. geachtet werden.  Oftmals bieten die gleichen Anbieter solche und auch einfachere Modelle an.

 

 

An Fenstern im ebenerdigen Bereich kann auch durch das Anbringen von Gittern ein gutes Hemmnis geschaffen, das zudem kostengünstiger als viele andere Sicherungssysteme ist. In der Regel werden Gitter nur bei Einbrüchen im gewerblichen Bereich geknackt, im privaten Bereich nicht.

Alarmanlagen sind Einbruchmeldeanlagen, die nicht dazu dienen, einen Einbruch zu verhindern, sondern zu melden (wie der Name sagt). Daher sollte eine Alarmanlage nicht die erste Investition in die Sicherheit sein, sondern erst nach der Sicherung aller Fenster und Türen kommen.

In der anschließenden Fragerunde wurden noch die folgenden Fragen beantwortet:

·         Selbstverriegelnde Schlösser, die automatisch abschließen, wenn die Tür zufällt, können insbesondere in der Verbindung mit einem Panikschloss, das sich von innen öffnen lässt, ohne den Schlüssel zu benutzen, sehr sinnvoll.

·         Schiebetüren lassen sich leichter als Dreh-/Kippbeschläge zusätzlich sichern, indem eine Stande auf die Laufschiene der Tür gelegt wird. Dies verhindert dann das Aufschieben. Ebenso kann hier ein Zusatzschluss angebracht werden.

·         Etagentüren sind nur beschränkt sinnvoll, da sobald der Täter im Haus ist seine Möglichkeit, Lärm zu machen, größer ist. Nur bei bestimmten Arten vo Türen bilden diese ein zusätzliches Hindernis.

·         Bei halbhohen Fenstern ist ein Hochklettern möglich, aber dann ist deutlich mehr Kraft erforderlich, um Fenster aufzuhebeln. Die Täter selbst bringen nichts mit, jedoch sollte man darauf achten, keine Leitern im Garten zu lassen.

·         Holzfenster sind nicht leichter zu knacken als Kunststofffenster. Zwar ergeben sich je nach Material und Art des Fensters geringe Unterschiede, aber hauptsächlich kommt es auf die Beschläge an.

·         Eine Rollladensicherung ist nicht unbedingt nötig, da ein Rollladen ein Sicht- und kein Einbruchsschutz ist. Zwar sind Rollläden eine zusätzliche Sperre nach außen, aber zugleich ein Signal, dass niemand im Haus ist.

·     

 

 

·         Es ist immer wichtig, einen bewohnten Eindruck zu hinterlassen, z.B. durch Beleuchtung, Rollläden usw. Dies kann auch im Rahmen einer intelligenten Haussteuerung vom Handy aus erfolgen, durch Zeitschaltuhren oder Simulationsschalter, die während eines Urlaubs die üblichen Rhythmen des Ein- und Ausschaltens von Licht und Geräten simulieren.

·         Im Mittelwert dauert ein Einbruch meist drei Minuten für das Eindringen ins Haus, dann 5-8 Minuten im Haus. In der Regel kommt es auch nicht zu Vandalismus, es gibt jedoch ordentliche und unordentliche Täter.

·         Tresore sind sinnvoll, sofern die Befestigung ausreichend ist. So reicht es nicht, einen Tresor in der Schrankwand zu verankern, sondern er sollte in der Mauer befestigt werden. Man sollte sich auch nicht darauf verlassen, dass der Tresor ja schwer ist, denn vor allem Einbrecherbanden können diesen mit mehreren Personen wegtragen.

·         Eine Besucherkontrolle an der Haustür ist wichtig – man sollte niemand Fremden einfach ins Haus lassen. Ein Sperrbügel oder ähnliches, oder auch eine Sprechanlage (mit oder ohne Video) kann hier helfen.

·         Die Klingel abzustellen, wenn man nicht im Haus ist, verunsichert den Täter höchstens kurz, da er kein Klingeln hört und somit nicht wissen kann, ob jemand zu Hause ist und die Klingel ebenfalls nicht gehört hat.

·         Zielgerichtete Autodiebstähle, bei denen nachts ins Haus eingedrungen wird, um die Autoschlüssel zu bekommen, finden in der Regel bei Oberklassewagen von 50.000 bis 80.000€ mindestens statt. Bei billigeren Autos ist dies nur bei Anschlusskriminalität der Fall (z.B. ein unauffälliges Auto wird als Fluchtfahrzeug für einen geplanten Banküberfall geknackt).

 

Unsere CDU dankt Herrn Roth für den informativen und kurzweiligen Vortrag mit vielen anschaulichen Beispielen.

 

 

 



aktualisiert von Melanie Theis, 20.01.2018, 10:58 Uhr


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